Masters | Bersenbrück verteidigt Titel

Mission Titelverteidigung geglückt – Oberligist TuS Bersenbrück setzt sich auch im Jahr 2017 die Masters-Krone auf. Die Stimmung am Belmer Heideweg war klasse – und das lag vor allem an den beiden „Underdorgs“. Schauen wir kurz auf das Maters zurück.

Hilter und Talge rockten die Halle. Die beiden Kreisklassisten qualifizierten sich völlig überraschend für das Turnier der besten sechzehn Mannschaften im Osnabrücker Raum. Und beide sorgten am Samstag in den Vorrundenspielen für Aufsehen. Hilter gelang dabei die völlige Überraschung: Mit neun Punkten sicherten sich die Südkreisler den maximalen Grupensieg in der Gruppe B. Talge schied mit drei Punkten zwar aus, sorgte aber auf dem Parkett für viele Schweißperlen bei den Gegnern. Auf der Tribüne ging es in beiden Lagern ebenso schweißtreibend zur Sache: Sowohl die Fans des TuS Hilter als auch die des FC Talge machten aus der Belmer Sporthalle einen Hexenkessel. Als Gruppenzweiter der Gruppe B gingen auch die Sportfreunde Schledehausen in die Endrunde. Völlig überraschend und ohne Punkt schied der SC Türkgücü aus: Die eigentlich als technisch gut ausgebildete geltende Mannschaft aus Osnabrück ging mit einer besseren zweiten Mannschaft ins Rennen und hatte in der Gruppenphase kaum eine Chance. In der Gruppe A gab es auch eine Überraschung: Landesligist SC Melle 03 schied bereits in der Vorrunde aus und musste dem TSV Wallenhorst und dem FC SW Kalkriese den Vortritt lassen. Auch Kreisligist Spielverein 16 Osnabrück erwischte keinen guten Tag: Nur einen Punkt holten die Kicker von der Blumenhalle und schieden damit ebenso aus. In der Gruppe C erreichten die beiden Gruppenfavoriten die Endrunde: Der SSC Dodesheide holte neun Punkte, die Sportfreunde Lechtingen qualifizierten sich mit sechs Zählern für den Sonntag. Nach der Vorrunde schieden der TuS Badbergen und die Spielvereinigung Gaste-Hasbergen aus. Ein Favorit setzte sich auch in der Gruppe D durch: Titelverteidiger und Oberligist TuS Bersenbrück erreichte das Maximum von neun Punkten. Dahinter gab es jedoch eine kleine Überraschung: Nicht der von vielen gehandelte SC Lüstringen erreichte die Endrunde sondern der SV Wissingen. Mit sechs Punkten qualifizierte sich Wissingen für die Runde der besten acht und ließ sowohl den BSV Holzhausen als auch den SCL hinter sich.

Viele spannende Spiele sahen die Zuschauer auch am Sonntag in den beiden Endrundengruppen. Und schon in der Gruppe I ging es denkbar knapp zu. Hier entschied das Torverhältnis am Ende über Weiterkommen oder Aussscheiden. Den Gruppenseg sicherte sich der FC SW Kalkriese mit fünf Zähern, dahinter liefen der SSC Dodesheide und die Sportfreunde Schledehausen mit jeweils vier Punkten ein. Dodesheide erreichte dank des besseren Torverhältnisses das Halbfinale, die Sportfreunde Schledehausen schieden aus. Ebenfalls nach der Gruppenphase nicht mehr dabei war der SV Wissingen, der sich jedoch gut präsentierte und erhobenen Hauptes ging. Das konnte auch der TuS Hilter: Zwar holte der Kreisklassist in der Endrundengruppe keinen Punkt, begeisterte aber durch schöne Tore und leidenschaftlichen Hallenfußball. Hilter hatte ein starkes Turnier gespielt, das Publikum honorierte die Leistung. Auch der TSV Wallenhorst verpasste mit vier Punkten das Halbfinale. Dort standen die Sportfreunde Lechtingen und der TuS Bersenbrück, letztere leisteten sich in der Endrundengruppe II keine Niederlage.

Der TuS Bersenbrück war es auch, der die Entscheidungsspiele mit seinem Halbfinale gegen den SSC Dodesheide eröffnete. Der Oberligist steigerte sich während des Turnierverlaufes und ließ im Halbfinale keine Zweifel mehr an den eigenen Zielen aufkommen. Nach Toren von Gerrit Menkhaus (1.), Andrej Homer (6.), Julian Schimpf (12.), Sandro Heskamp (16.) und Daniel Zimmermann (19.) und dem daraus resultierenden 5:0 – Erfolg zogen die Rot-Weißen ins Finale ein. Das zweite Finalticket lösten die Sportfreunde Lechtingen mit einem 3:1 – Erfolg über den FC SW Kalkriese. Luca Maunert brachte seine SFL mit einem Doppelpack (6. und 11.) in Führung, Florian Jordemann erhöhte auf 3:0 (16.) und machte damit alles klar. Das 1:3 durch Florian Maraun in der Schlussminute war nur noch eine Ergebniskorrektur.

Anders als zunächst angekündigt wurde der dritte Platz zwischen dem SSC Dodesheide und dem FC SW Kalkriese im diesjährigen Masters nicht ausgespielt. Beide Teams einigten sich auf ein Neunmeterschießen. Und hier hatte der Kreisligist aus Kalkriese die Nase vorn – wenn auch sehr knapp. Mit 3:2 gewannen die Nordkreisler.

TuS Bersenbrück gegen die Sportfreunde Lechtingen – das Finale des Masters 2017 versprach schon vor dem Anstoß einen fußballerischen Leckerbissen. Und dieser Erwartungshaltung wurde das Spiel in allen Punkten gerecht. Nach einem kurz verhaltenen Beginn zündete Andrej Homer mit seinem 1:0 in der dritten Spielminute den TuS – Express. Bersenbrück konterte in der Halle und hatte damit Erfolg: Auch das 2:0, wieder war es Homer, war das Ergebnis eines schnellen Konters nach Lechtinger Ballverlust. Noch vor dem Seitenwechsel vergaben die Sportfreunde gleich zwei gute Chancen: Zunächst scheiterte Luca Maunert, anschließend kratze Julian Schimpf den Abschluss des Lechtingers Sebastian Rüther von der Linie – Lechtingen schien zurück im Spiel. Routiniert und souverän spielte Bersenbrück nach dem Seitenwechsel weiter, von Anspannung oder Druck war beim Oberligisten nichts zu sehen. Weitere Chancen stellten sich für den Titelverteidiger schnell ein und doch war es ein weiterer Konter, der schließlich das Spiel und damut auch das Turnier entschied. Julian Schimpf schloss einen schnellen Gegenstoß zum 3:0 in der Schlussminute ab, die Sportfreunde Lechtingen hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen.

Nach 2016 setzt sich der TuS Bersenbrück auch 2017 die Masters-Krone auf. Ein Bersenbrücker konnte sich gleich doppelt freuen: Sandro Heskamp nahm neben dem Titel des Masterssiegers auch die Auszeichnung als bester Spieler mit nach Hause. Neun Tore erzielte Luca Maunert: Der Lechtinger sicherte sich die Torjägerkanone. Und auch Nils Böhmann vom SSC Dodesheide durfte sich freuen: Als bester Torhüter wurde Böhmann ausgezeichnet.