3. Liga | 2:0 – Heyer und Freiberger sorgen für sechsten Heimsieg

Heimsieg Nummer sechs ist in trockenen Tüchern: Nachdem die Sportfreunde Lotte unter der Woche schon gegen Chemnitz daheim gewannen legten die Blaiu-Weißen am heutigen Samstag gegen Hansa Rostock nach. 2:0 (1:0) hieß es am Ende für Lotte, das sich langsam sogar an die Spitzenplätze heranpirscht.

SFL-Trainer Ismail Atalan erwartete ein schweres und intesives Spiel – mit dieser Einschätzung sollte der Übungsleiter Recht behalten. Vor 3.448 Zuschauern entwickelte sich ein zunächst ausgeglichenes, aber umkämpftes Drittligaspiel mit vielen Mittelfeldszenen. Rostock setzte nach gut zehn Minuten die ersten Nadelstiche, musste aber prompt einem Rückstand hinterher laufen. In der 16. Spielminute setzte sich Jaroslaw Lindner auf der linken Seite energisch durch und dribbelte in den Strafraum, den herauseilenden FCH-Keeper Marcel Schuhen überlupfte Lindner, der mitgelaufene Moritz Heyer verwandelte zum 1:0. Das Spiel blieb trotz der SFL-Führung jederzeot spannend. Denn Rostock drückte weiter: Die Hanseaten suchten den direkten Weg zum Tor, trafen aber zumeist auf gut gestaffelte und leidenschaftlich kämpfende Gastgeber. Mit der knappen SFL-Führung ging es in die Pause.

Hansa-Coach Christian Brand stellte seine Mannschaft um und wechselte mit Stefan Wannenwetsch und Maximilian Ahlschwede für die glücklosen Amaury Bischoff und Tommy Grupe zwei frische Spieler ein. Die Sportfreunde Lotte kamen jedoch besser aus der Kabine: Druckvoll und mit energischem Nachsetzen sorgten die SFL für minütliche Beschäftigung der Rostocker Defensive. Zehn Minuten nach Wiederbeginn schien eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein: Hansa Rostock bekam den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, Kevin Freiberger setzte zentral vor dem Tor nach und stocherte den Ball zum 2:0 über die Linie. In der Folgezeit erhöhte Lotte abermals den Druck, die Gastgeber wollten nun die Entscheidung erzwingen. Lotte war ab der 57. Minute zudem in Überzahl: nach einem Foulspiel beschwerte sich Hansa-Kapitän Michael Gardawski heftig, Schiedrichter Patrick Ittich schickte den Akteur vorzeitig in die Kabine. Und Lotte hatte weitere Chancen: Saliou Sané verzog aus der Distanz ebenso wie Nico Neidhart, Matthias Rahn scheiterte per Kopf an Hansa-Keeper Marcel Schuhen. Doch auch so konnte Lotte am Ende jubeln. Auch, weil von den Gästen nach dem zweiten Gegentreffer nicht mehr viel kam.

Als Aufsteiger stehen die Sportfreunde Lotte nun auf einem beachtlichen dritten Tabellenplatz und haben direkten Kontakt zur den Aufstiegsplätzen. Doch davon redet am Autobahnkreuz niemand: Das primäre Ziel ist weiterhin der Klassenerhalt. Doch der dürfte nur noch Makulatur sein. Am kommenden Dienstag steht für die Sportfreunde Lotte das nächste Highlight auf dem Programm: Um 18:30 Uhr treffen die Blaiu-Weißen im Stadion an der Bremer Brücke zu Osnabrück im Viertelfinale des DFB-Pokal auf Borussia Dortmund.

Sportfreunde Lotte: Fernandez – Nauber, Rahn, Dej, Sané (78. Tankulic), Heyer, Neidhart, Freiberger, Pires-Rodriguez (76. Kaffenberger), Langlitz (59. Steinhart), Lindner

Hansa Rostock: Schuhen – Nadeau, Hoffmann, Grupe (46. Ahlschwede), Gardawski, Erdmann, Väyrynen (68. Benyamina), Quiring, Holthaus, Bischoff (46. Wannenwetsch), Andrist

Tore: 1:0 Heyer (17.), 2:0 Freiberger (55.)

Gelb-Rote Karte: Gardawski (Hansa Rostock, 57.)

Zuschauer: 3.448

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)