Addi-Vetter-Cup | Türkgücü gewinnt das Turnier

Neben dem Hüggelcup hat auch der Addi-Vetter-Cup einen neuen Sieger: Der SC Türkgücü löste den VfL Osnabrück II ab und krönt mit dem Turniersieg seine durchweg überzeugende Leistung. Im Finale schlugen die Rot-Weißen den SSC Dodesheide mit 6:0. Von Beginn an sahen die Zuschauer heute spannenden und hochklassigen Hallenfußball.

Denn bereits die Viertelfinalspiele versprachen dies. Und die Teams ließen keine Wünsche offen. Schon das erste Viertelfinale zwischen dem TuS Haste und dem Spielverein 16 hatte es in sich. Der TuS Haste ging nach vier Minuten durch Jonas Jordan in Führung und konnte diese auch bis zur Pause halten. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Daniel Fuhrmann sogar noch auf 2:0. Doch durch war der TuS damit nicht, denn die Kicker von der Blumenhalle kamen zurück. Erst verkürzte Ali Göl auf 2:1 (16.), eine Minute vor dem Ende glich Daniel Rehers aus. Schon im ersten Spiel musste ein Neunmeterschießen entscheiden. Fünf Schützen traten an, am Ende hatte der Spielverein 16 mit 6:5 das bessere Ende für sich und zog ins Halbfinale ein. Auch das zweite Viertelfinale zwischen dem SC Lüstringen und dem SV Hellern musste ein Neunmeterschießen entscheiden. Nach der regulären Spielzeit stand es ebenfalls 2:2. Patriz Lleshi schoss den SCL in Führung (11.), Mirco Strothmann glich wieder aus (15.). Hellern drehte das Spiel sogar und führte nach dem Tor von Arbem Zekic mit 2:1, wenige Augenblicke vor dem Ende rettete Jeffrey Weber seinen SCL ins Neunmeterschießen. Lüstringen zeigte sich vom Punkt deutlich konzentrierter und sicherte sich mit einem 7:5 den Einzug ins Halbfinale. Weniger spannend machte es der SC Türkgücü anschließend gegen den Osnabrücker SC. Furkan Güraslan brachte den Bezirksligisten per Doppelpack (8. und 12.) mit 2:0 in Führung. Zwar verkürzte Emre Öztartar auf 2:1 (16.), doch Türkgücü hatte das Spiel und den Gegner im Griff. Den Schlusspunkt von 3:1 setzte Amir Redzic in der Schlussminute. Das mit Abstand spannendste und temporeichste Viertelfinale lieferten sich der VfR Voxtrup und der SSC Dodesheide. Beide Mannschaften agierten mit offenem Visier und lieferten der ausverkauften Schlosswallhalle feinsten Hallenfußball. Voxtrup ging durch Phillip Maßmann bereits in der ersten Spielminute in Führung, Marcel Mentrup traf drei Minuten später zum 2:0. Für den VfR lief zunächst alles nach Plan. Doch nach dem Seitenwechsel drehte der SSC Dodesheide auf. Die Rot-Weißen verkürzten durch Deni Alagic auf 2:1 (11.) und glichen mit einem Treffer von Phillip Steinkamp aus (17.). Es folgte eine dramtische und spannende Schlussphase: Deni Alagic drehte das Spiel zugunsten des SSC und erhöhte dann auf 4:2, Tilmann Gust verkürzte noch auf 3:4. Das alles passierte in der Schlussminute. Für den VfR Voxtrup reichte es aber nicht mehr, der SSC Dodesheide zog ins Halbfinale ein.

Richtig spannend ging es weiter: Die vier Halbfinalisten, allesamt für das Masters in Belm qualifiziert, wollten nun auch den ganz großen Wurf und warfen alles in die Waagschale. Schon im ersten Halbfinale zwischen dem SC Türkgücü und dem Spielverein 16 war mächtig Stimmung in der Halle. Yannick Herberger brachte den Spielverein mit der ersten Aktion des Spiels in Führung, nur zwei Minuten später gleich Amir Redzic aus. Damit ging es auch in die Pause. Das Spiel wurde zunehmend statischer und auch eine Zeitstrafe gegen Amir Redzic konnte der SV 16 nicht für sich nutzen. Letzendlich musste auch hier ein Neunmeterschießen über den Einzug ins Finale entscheiden. Und das nutzte der SC Türkgücü: Der Bezirksligist setzte sich am Ende mit 5:3 gegen den Kreisligisten durch. Im zweiten Halbfinale des Abends standen sich der SC Lüstringen und der SSC Dodesheide gegenüber: Beide Teams kennen sich aus der Bezirksliga. Dodesheide erwischte den besseren Start und wusste auch spielerisch zunächst mehr zu überzeugen. Deni Alagic ließ den SSC – Anhang in de sechsten Minute erstmals jubeln, nur eine Zeigerumdrehung später erhöhte Phillip Steinkamp auf 2:0. Das 3:0 durch Deni Alagic eine Minute vor dem Ende war die Entscheidung, auch wenn Enzo Hoppe noch auf 1:3 verkürzte. Mit dem Schlusspfiff traf Phillip Steinkamp zum 4:1 und markierte zugleich den Endstand.

Damit traf der SC Lüstringen im Spiel um Platz 3 auf den Spielverein 16. Und da zeigte der Bezirksligist welches Potential in der Mannschaft steckt. Der SCL hatte den Kreisligisten über weite Strecken unter Kontrolle. Patriz Lleshi brachte Lüstringen in Führung (8.), Jeffrey Weber erhöhte Augenblicke später auf 2:0. Drei Minuten nach dem Seitenwechsel machte Sebastian Buchholz mit dem 3:0 schließlich alles klar. Der Spielverein 16 hatte dem SC Lüstringen nur noch wenig entgegenzusetzen. Die Halle kochte, auch weil Lüstringens Sebastian Buchholz viele Fans auf der Tribüne hatte und frenetisch gefeiert wurde. Buchholz belohnte seine Anhängerschaft mit einem weiteren Treffer: Sein 4:0 in der Schlussminute war der Endstand.

Der Tabellenführer der Bezirksliga traf im Finale des Addi-Vetter-Cup 2016 auf den Tabellenzehnten der Bezirksliga: der SSC Dodesheide spielte gegen den SC Türkgücü. In der Liga standen sich beide Teams zuletzt am 11. November gegenüber – das Duell unter freiem Himmel entschied der SSC Dodesheide für sich. Doch bekanntlich herrschen unter dem Hallendach eigene Gesetzte und andere Regeln. Beide Mannschaften lieferten sich einen heißen Kampf auf dem Kunstrasen, der SC Türkgücü erzielte dabei die Tore. Amir Redzic traf zum 1:0 (2.), Furkan Güraslan erhöhte auf 2:0 (7.). Noch vor der Pause traf Amir Redzic zum 3:0 (9.) und sorgte für eine kleine Vorentscheidung. Der SSC Dodesheide war bemüht, konnte sich aber vor allem vor dem Tor gegen die tief und gut stehende SCT-Truppe nicht durchsetzen. Gökhan Selvi traf neunzig Sekunden vor dem Ende zum 4:0 – die Messe war nun endgültig gelesen. Der SC Türkgücü hatte aber nch nicht genug: In der Schlussminute trafen Amir Redzic und Furkan Güraslan noch zum Endstand von 6:0.

Ausgiebig feierte der SC Türkgücü seinen Erfolg beim Addi-Vetter-Cup. Doch nicht nur der Pokal ging an die Weberstraße: Mit siebzehn Treffern im Turnier wurde Amir Redzic Torschützenkönig und mit Furkan Güraslan kam auch der Spieler des Turniers aus den Reihen des SC Türkgücü. Torben Loeck vom Spielverein 16 freute sich über die Auszeichnung zum besten Torhüter.