Frauen | OSC gewinnt „Flottmann-Cup“

Der „Flottmann-Cup“ der SG Dissen/Versmold hat auch bei seiner vierten Auflage einen neuen Sieger: die Oberligadamen des Osnabrücker SC gewannen gestern das Turnier in der Feinkoststadt am Teutoburger Wald vor dem SV Haderberg. Vorjahressieger TSG Burg Gretesch II schied bereits nach der Vorrunde aus – und das höchst unglücklich.

Doch schauen wir zunächst auf die Gruppe A: dort setzte sich die SG Milte/Sassenberg mit drei Siegen aus vier Spielen durch. Lediglich gegen den späteren Gruppenzweiten SC Halle kassierte Sassenberg eine Niederlage. Halle sicherte sich mit acht Punkten ebenfalls das Ticket für das Halbfinale. Ausgeschieden waren die zweite Mannschaft des Osnabrücker SC, die Gastgeberinnen der SG Dissen/Versmold (beide mit vier Punkten) und die SG Hesseln (drei Punkte). Schon in der Gruppe A war das Teilnehmerfeld ausgeglichen, die Besucher in der gut gefüllten Dreifeldsporthalle Dissen sahen viele schöne Spiele.

Noch spannender ging es in der Gruppe B zu. Einzig der SV Harderberg spielte da nicht ganz mit und sicherte sich mit dem Maximum von zwölf Punkten aus vier Spielen souverän den Gruppensieg. Seiner Favoritenrolle wurde auch der Osnabrücker SC gerecht, allerdings kam der Oberligist mit dem berühmten „blauen Auge“ davon. Und zwar mit einem ganz dicken. Denn die Rot-Weißen holten „nur“ sechs Punkte aus den vier Spielen, Titelverteidiger TSG Burg Gretesch II war ebenso stark. Lediglich das bessere Torverhältnis ließ den OSC ins Hakbfinale ziehen. Das direkte Duell gegen Gretesch endete mit einer 1:2 – Niederlage für den Oberligisten – ein Gegentor mehr und der Favorit wäre schon nach der Gruppenphase ausgeschieden. So musste die TSG Burg Gretesch II die Segel streichen. Gretesch nahm die erneut stark aufspielende SG Ballsport/Hellern (vier Punkte) und die zweite Mannschaft von Arminia Bielefeld (ein Punkt) mit aus dem Turnier.

Im ersten Halbfinale des Tages standen sich die SG Milte/Sassenberg und der Osnabrücker SC gegenüber. Der OSC beherrschte das Spiel gegen den Kreisligsten über weite Strecken, ließ aber vor dem Tor die letzte Konsequenz vermissen. Dennoch gewann Osnabrück: knapp mit 1:0 setzte sich der Oberligist durch. Keine Tore gab es dagegen im zweiten Halbfinale zwischen dem SV Harderberg und dem SC Halle – zumindest nicht während der spannenden und unterhaltsamen, regulären Spielzeit. Per Neunmeterschießen musste das Spiel entschieden werden. Und hier hatte der SV Harderberg beim 3:2 – Erfolg das bessere Ende für sich. Halle sicherte sich gegen die SG Milte/Sassenberg den dritten Platz, auch hier ging es über ein Neunmeterschießen. Nach der regulären Spielzeit von zwölf Minuten stand ein 2:2 – Unentschieden auf der Anzeigetafel , am Ende gewann der SC Halle mit 3:2.

Osnabrücker SC gegen den SV Harderberg – das Finale gab es schon in der Vorrundengruppe B. Während sich der SV Harderberg in der Vorrunde noch mit 2:1 durchsetzte so gewann das Endspiel der Osnabrücker SC – mit selbem Ergebnis. Der OSC agierte vom Anstoß weg druckvoll und ging bereits in der ersten Minute durch Milena Meyknecht in Führung. Harderberg aber blieb stets gefährlich und suchte den Abschluss. So kam der Bezirksligist auch zum Ausgleich durch Mascha Heuer (3.). Die Partie blieb temporeich und auf einem hohen Niveau. Vor dem Tor zeigte sich der OSC aber zielstrebiger: Jasmin Hübbers erzielte in der siebten Minute das 2:1 für die Rot-Weißen und schoß ihren OSC damit auch zum Turniersieg.

Neben den Siegerpokalen ging eine weitere Auszeichnung an die Hiärm-Grupe-Straße: Emine Lenz wurde als beste Torfrau gewählt und für ihre konstant gute Leistug belohnt. Beste Torschützin wurde Mascha Heuer vom SV Harderberg, auch sie bekam eine Auszeichnung. Organisator Carsten Flottmann zeigte sich nach dem Turnier mit dessen Verlauf sehr zufrieden. Und das völlig zurecht: auch in diesem Jahr stellte die SG Dissen/Versmold ein gut organisiertes Turnier auf die Beine und warb so für den Frauenfußball in der Region.

von Robert Gertzen (Text) und Marina Schwarz (Fotos)