Frauen | Jahn Calden jubelt dreifach

Für den Süd-Regionalligsten TSV Jahn Calden hat sich der Weg nach Osnabrück am Samstag gelohnt: das Team aus der Nähe von Kassel jubelte beim „TWD-Cup“ der Damen gleich dreifach. Denn neben dem Turniersieg gingen auch zwei Auszeichnungen mit nach Hessen.

Doch zunächst ging es für die zehn Mannschaften in zwei Vorrundengruppen um die vier Endrundentickets. Und schon in der Gruppe A gab es eine kleine Überraschung: denn Regionalligist TuS Büppel musste bereits nach der Vorrunde die Segel streichen. Doch das mit vielen Spielerinnen der U17 gespickte Team schlug sich in den vier Gruppenspielen nicht schlecht und holte sechs Punkte. Das reichte für den dritten Platz in der Endabrechnung. Souverän gewann die DJK Schlichthorst die Gruppe A: der Landesligist gewann alle vier Spiele und sichterte sich mit dem Maximum von zwölf Punkten den Platz an der Sonne und damit auch den Halbfinaleinzug. Ebenfalls im Halbfinale stand der Osnabrücker SC. Die Gastgeberinnen kamen auf neun Punkte. Neben dem TuS Büppel schieden auch die SG Holdorf/Handorf-Langenberg (drei Punkte) und die FSG Twist (ohne Punkt) aus.

In der Gruppe B setzte sich der TSV Jahn Calden souverän durch. Calden überzeugte durch schnörkellosen und schnellen Hallenfußball. Der Lohn dafür: zehn Punkte aus vier Spielen und der Einzug ins Halbfinale. Dahinter wurde es spannend. Am Ende setzte sich der PSV Hildesheim (neun Punkte) knapp vor Heidekraut Andervenne (sieben Punkte) durch. Wie für Andervenne war das Turnier auch für Arminia Ibbenbüren (drei Punkte) und die TSG 07 Burg Gretesch II (ohne Punkt) nach der Vorrunde beendet.

Im ersten Halbfinale des Abends standen sich die DJK Schlichthorst und der PSV GW Hildesheim gegenüber. Auf dem Papier ging Hildesheim als Oberligist favorisiert ins Spiel, sah sich aber einer frech aufspielenden DJK-Truppe gegenüber. Schlichthorst lag schnell mit 2:0 in Führung, musste aber doch noch den Ausgleich hinnehmen und konnte kurz vor Schluss eine hochkarätige Chance nicht nutzen. Das erste Halbfinale musste über ein Neunmeterschießen entschieden werden. Und da hatte der Oberligist aus der Domstadt Hildesheim das Glück auf seiner Seite: mít 7:6 setzte sich der Polizeisportverein durch und stand im Finale. Das zweite Halbfinale verlief etwas deutlicher: Jahn Calden spielte den Osnabrücker SC schnell aus und nutzte seine Chancen konsequent. Am Ende stand ein 3:0 für die Hessen auf der Anzeigentafel.

Für den OSC ging es im Spiel um Platz drei gegen die Landesligigakickerinnen der DJK Schlichthorst. Schlichthorst ging auch hier in Führung und alles sah danach aus, als könne der Landesligist seine gute Turnierleistung mit dem dritten Platz belohnen. Osnabrück aber kam zurück, zeigte sich vor dem Tor kaltschnäuziger und gewann am Ende mit 2:1.

TSV Jahn Calden gegen den PSV Hildesheim, Regionalliga gegen Oberliga – das gestrige Finale versprach spannend und hochklassig zu werden. Und das wurde es. Denn die Kickerinnen von Jahn Calden gingen auch in ihrem sechsten Spiel des Tages ein hohes Tempo und überzeugten ein weiteres Mal mit schnellem Hallenfußball. Der Lohn war ein 5:1 – Erfolg über tapfer kämpfende Hildesheimerinnen und der Turniersieg des TWD-Cup.

Neben dem Wanderpokal für den Turniersieg freute sich Jahn Calden über weitere Auszeichnungen: Jil Ludwig wurde mit sechs Treffern beste Torschützin, Sharon Braun wurde zur besten Spielerin gewählt. Völlig überrascht aber ebenso verdient wurde Judith Vagelpohl von der SG Holdorf/Handorf-Langenberg als beste Torfrau ausgezeichnet. Vagelpohl zeigte einige Paraden und ließ viele Gegenspielerinnen verzweifeln, die Auszeichnung hat sich die SG-Schlussfrau mehr als verdient.

Text: Robert Gertzen
Fotos: Marina Schwarz und Milena Meyknecht