TURBOSTART REICHT LEIDER NICHT

VCO-Damen I verlieren nach starken anderthalb Sätzen 1:3 bei Leverkusen II

Leverkusen. Enttäuschung beim VCO, denn da wäre deutlich mehr drin gewesen. Die Drittliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben nach erstklassigen anderthalb Sätzen noch mit 1:3 (25:15, 22:25, 14:25, 18:25) bei Bayer-Leverkusen II verloren und so drei wichtige Punkte im Kampf um das Erreichen der Meisterrunde verspielt. Dementsprechend geknickt stiegen die Osnabrücker Volleyballerinnen in den Bus Richtung Heimat.

KRAUS:MEINE SPIELERINNEN WIRD DAS TIERISCH WURMEN“

„Ich bin schon ein bisschen überrascht, die Schwankungen hatten wir schon mal im Griff, jetzt treten sie wieder auf. Ich glaube heute war das Problem, dass wir so dominant im ersten Satz waren. Alle waren davon überrascht, das war wohl zu viel. Darauf waren wir vielleicht nicht vorbereitet“, so die Analyse von VCO-Coach Gunnar Kraus. „Ärgerlich ist, dass wir es selber in der Hand haben und den Sieg auch selber verspielen. Wir müssen daran arbeiten, dass wir das Niveau halten. Leider hat uns die Aufschlagserie im zweiten Satz gekillt.“ Kraus baut jetzt auf die fachliche Expertise von Mentaltrainerin Nina Bergfeld, die viele Spielsituationen mit Argusaugen beobachtet haben dürfte. „Meine Spielerinnen wird das tierisch wurmen; deshalb denke ich, dass wir das irgendwann jetzt auch in den Griff kriegen werden. Irgendwas muss ja wohl durch Corona verloren gegangen sein. Ansonsten finde ich unsere Spielanlage gut. Wir stecken trotzdem noch ein bisschen in der Vorbereitung, wir arbeiten daran.“

ERST „BOMBE“, HINTEN RAUS ZU VIELE EIGENFEHLER

Im ersten Satz knüpfte das Team von Trainer Gunnar Kraus nahtlos an die Leistung der Vorwoche gegen Bad Laer an und setzte die Gastgeberinnen mit starken Aufschlägen vehement unter Druck. Es gelang förmlich alles, egal ob Asse, Blocks oder intelligente Bälle ins Hinterfeld. Nach zehn Minuten hatte Leverkusen beim Stand von 10:2 bereits zwei Auszeiten genommen. Der VCO-Express ließ sich aber nicht stoppen. Rebecca Land, Franzska Detmer und Jana Kruska waren wie die weiteren Starter Linda Dieckmann, Jolina Tönsing, Christina Schwarz und Libera Inga Kaschade im wahrsten Sinne des Wortes „on fire“. Über 17:7 hieß es am Ende 25:15 – sicher der beste Satz der letzten Jahre.

Leverkusen positionierte sich daraufhin im zweiten Durchgang neu und fand nach einem 5:12 nach 40 Minuten durch eine starke Aufschlagserie von Hanna Steinfels und acht Punkten in Folge ins Spiel. Nun schlichen sich von Minute zu Minute mehr und mehr Fehler im VCO-Spiel ein, insbesondere die Annahme fing an zu wackeln, der Block wurde immer öfter ausgehebelt. So konnte sich Leverkusen vom VCO-Druck befreien und selber ein klar strukturiertes Spiel über die Positionen zwei und vier, über ihre starke Diagonalangreiferin Lilli Schell sowie über Außen in Person von MVP Viktoria Micke und Hanna Steinfels, aufziehen. Über 21:22, wo es eng war, ging der zweite Satz aus VCO-Sicht 22:25 verloren. Eine weitere Aufschlagserie der Gastgeberinnen bei 15:14 VCO-Führung zum 15:19 hatte für die Vorentscheidung gesorgt

Durchgang drei war eine klare Sache für Leverkusen, weil nun auch die Block-Feldabwehr der Gastgeberinnen bombensicher stand, Osnabrück auf der anderen Seite fiel jetzt in Sachen Aufschlag und Block in ein Loch trotz einiger Wechsel – Endstand Abschnitt drei 14:25. Satz vier war letztlich Kampf auf beiden Seiten um jeden Punkt Die VCO-Damen rissen sich zusammen und blieben mit Ehrgeiz und starken Abwehraktionen in der Partie. Bis zum 17:17 war es ein Duell auf Augenhöhe, ehe letztlich Leverkusen von dem immer schwächer werdenden Aufschlägen und zunehmenden Absprachefehlern der Gäste in der Abwehr profitierte. Über 20:18 ging der vierte Satz mit 25:18 und die Partie mit 3:1 verdient an Leverkusen. Die Gastgeberinnen präsentierten sich hinten raus sicherer und profitierten von der höheren Fehlerquote der VCO-Damen.

LAND: „DER ERSTE SATZ WAR GEIL, WIR HABEN ABER TROTZDEM VERLOREN“

Rebecca Land, die aufgrund ihrer vielen erfolgreichen Angriffs- und Aufschläge zum MVP Silber ausgezeichnet wurde, ließ sich die Enttäuschung über die Niederlage nicht so anmerken und hakte die Partie schnell ab. „Der erste Satz war geil, im ersten Satz haben wir Leverkusen ziemlich überrannt. Im zweiten Satz ging es ja auch erst mal so weiter, doch dann sind wir in der Annahme rausgeschossen worden“, so die VCO-Kapitänin. „Ich hatte jedoch nicht den Eindruck, dass jemand davon beeindruckt war und sich hängen lassen hat. Nur irgendwie hatten wir nicht die passende Lösung mehr parat. Auch die Umstellung in der Annahme auf Viererriegel hat nichts gebracht. Wir haben schon vieles versucht. Hinten raus haben wir gekämpft, weil wir mindestens einen Punkt mitnehmen wollten. Leider hat das nicht geklappt. Trotz des tollen ersten Satzes haben wir verloren.“ Die Diagonalangreiferin zeigte sich in der Analyse selbstkritisch. „Ich glaube, wir haben uns selber geschlagen in den drei Sätzen. Wir kennen uns schon sehr lange und viele Absprachen haben in der Annahme, in der Abwehr nicht geklappt. Außerdem haben wir zum Schluss nicht mehr so viel Druck im Aufschlag gemacht.“

BRECHLER: „WIR HABEN AM ENDE DEN DRUCK AUF DIE ANDERE SEITE GEGEBEN“

Leverkusens Trainer David Brechler war nach der Partie gelöst und zufrieden. „Nach dem ersten Satz habe ich gedacht, Mist. Aber Osnabrück hat da auch richtig gut aufgeschlagen. Wir hatten uns über Videos darauf vorbereitet – was man dort sieht und wie es dann allerdings in der Halle aussieht, ist das noch mal was anderes“, war Brechler vom VCO-Auftreten beeindruckt. „Wir haben im zweiten Satz umgestellt, einen anderen Läufer gestartet, eine Diagonalspielerin auf Außen gestellt, weil wir was machen mussten. Wir sind so reingekommen und haben Osnabrück ein bisschen den Schneid abgekauft, obwohl das eine richtig gute Mannschaft ist. Bei denen hat der Aufschlag nachgelassen und wir konnten zulegen. Wir hatten am Ende die besseren Lösungen, die nicht so risikoreich waren wie bei Osnabrück und haben den Druck auf die andere Seite gegeben. Sie haben dann deutlich mehr Eigenfehler gemacht.“ Der Coach freute sich über die drei wichtigen Punkte. „Aasee war schon wichtig, das hier sind „big points“, sechs Punkte sind natürlich schön. Bald kommen dennoch schnell die Rückspiele. Für die Mädels ist so ein Sieg erst mal ein schönes Gefühl und dann sieht man weiter.“

NÄCHSTES SPIEL GEGEN BLAU-WEIß AASEE

Für die VCO-Damen steht am kommenden Wochenende das nächste Heimspiel auf dem Programm. Gegner ist am Samstag, 6.11., um 19. 30 Uhr, in der Schlosswallhalle die Mannschaft von Blau-Weiß Aasee.

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