VCO-Damen I müssen sich nach 1:3-Niederlage gegen BW Aasee neu orientieren

Osnabrück. Die Euphorie des guten Saisonstarts ist bei den Drittliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück verflogen. Die VCO-Damen 1 verloren am Samstagabend nach einer nur mäßigen Leistung ihr zweites Heimspiel in der 3. Liga West mit 1:3 (24:26, 25:20, 21:25, 19:25) gegen BW Aasse und müssen nun in den kommenden Spielen erst mal versuchen, den Negativtrend von drei Niederlagen in Folge zu stoppen. Insgesamt bekamen die Gäste am Samstagabend bei der Rückkehr in die Schlosswallhalle ihre PS mehr auf die Straße als das Team von Trainer Gunnar Kraus.

KRAUS: „WARUM SIND WIR MIT EINEM SATZ ZUFRIEDEN?“

Kraus konnte dieser Analyse nur zustimmen: „Ja das ist richtig. Es gab sicher Momente im zweiten Satz, wo wir Ansätze von Leverkusen gezeigt haben, aber eigentlich war es das Problem von letzte Woche, nur zeitlich versetzt. Es fehlt die Konstanz. Das muss meine Mannschaft sich jetzt eingestehen und daran arbeiten. Wir waren nicht auf dem Niveau wie die letzten Wochen und dazu kamen noch die Schwankungen.“ Die Leistung war für Drittligaverhältnisse nur im zweiten Satz ausreichend und den gewannen die VCO-Damen dann auch. Der Schub der ersten drei Partien war nur ansatzweise zu erkennen, das reicht in dieser guten 3. Liga nicht aus.

„Wir haben gegen einen soliden Gegner verloren, die spielen nichts Besonderes, das gleiche System wie wir. Ich frage mich, warum sind wir mit einem Satz zufrieden? Warum machen wir da nicht weiter“, so Kraus, der innerlich brodelte und das zu überspielen versuchte. Wie der Lauf der letzten Spiele durchbrochen werden soll, wollte der VCO-Trainer nicht verraten, Ansatzpunkte dafür seien aber vorhanden. „Ich werde es der Mannschaft erklären und wichtig wird sein, dass sie es annimmt und akzeptiert.“

CHANCE IM DRITTEN SATZ NICHT GENUTZT

Die VCO-Damen starteten mit den Außenangreiferinnen Jana Kruska und Franziska Detmer, mit den Mittelblockerinnen Christina Schwarz und Judith Schlingmann, mit Diagonalangreiferin Rebecca Land und Linda Dieckmann als Zuspielerin sowie der Libera Inga Kaschade. Doch schnell wurde deutlich, dass es ein Krampfspiel werden würde. Weil auch Aasee unbedingt einen Sieg brauchte, kam die Partie bei vielen individuellen Fehlern auf beiden Seiten nur schwer auf Touren .Nach einem 5:9-Rückstand ging Osnabrück mit 15:14 in Führung um bei 18:19 wieder hinten zu liegen. Bei 23:20 und 24:22 schien dennoch der Satz an die VCO-Damen zu gehen, aber die letzten PS fehlten einfach an diesem Abend. Zwei Eigenfehler sorgten für den Ausgleich und hinten raus war die Feldabwehr der Münsteranerinnen nicht zu bezwingen, die den ersten Durchgang auch dank ihrer starken Außenangreiferin Kira Hegge gewannen.

Im zweiten Satz bekamen die VCO-Damen mehr Konstanz in den Aufschlag in Person von Rebecca Land., Jana Kruska und Franziska Detmer. Weil auch Christina Schwarz über die Mitte immer besser zum Zug kam und Kruska und Detmer über außen zuverlässiger punkteten, erspielten sich die Gastgeberinnen Vorteile. Aasee hatte in der Phase bei der Blockfeldabwehr größere Probleme und geriet auch wegen einer erhöhten Fehlerquote über 2:7 und 8:14 vorentscheidend in Rückstand. Am Ende machte Franziska Detmer mit einem „Hammerangriff“ über außen den zweiten Durchgang für den VCO mit 25:20 zu.

Zu Beginn des dritten Satzes schien der VCO-Express endlich Fahrt aufgenommen zu haben bei einer schnellen 5:0-Führung. Doch irgendwie fehlte der letzte Kick, sodass Aasee wieder in die Partie kam, insbesondere über ihre starke Zuspielerin Louise Janning, die zum MVP der Partie gewählt wurde, und Angreiferin Kathrin Pasel, die im weiteren Verlauf vom VCO-Block nicht mehr zu kontrollieren war. Beim 12:12 glichen die Gäste aus und übernahmen auch aufgrund ständiger VCO-Fehler – ob Fehlaufschläge, Absprachefehlern in der Abwehr oder Angriffsschläge ins Netz beziehungsweise Aus – immer mehr die Spielkontrolle. 15:20, 20:22, BW Aasee war nicht mehr einzufangen und holte sich eine 2:1-Satzführung durch ein 25:21. Auch die Einwechselungen von Lena Thiel (Zuspiel), Lotte Preußer und Stefanie Bäker (Außen-Annahme), Tabea Nordmann (Diagonal) sowie Jolina Tönsing (Mitte) hatten nicht die erhofften neuen Impulse gebracht. Im vierten Abschnitt blieben die VCO-Damen bis zum 10:10 trotzdem noch im Spiel, ehe Konzentrationsabfall und ein viel zu hohes Risiko die endgültige Entscheidung herbeiführten. Ein verkrampfter Kampf konnte dennoch bis zum Schluss den Osnabrückerinnen attestiert werden. Über 12:16 und 13:20 machten die Aasee-Volleyballerinnen am Ende jedoch verdient den Satz und das Spiel mit 25:19 und 3:1 zu.

KASCHADE: „ICH BIN SEHR TRAURIG UND FRUSTRIERT“

Das VCO-Team muss nun wieder bei null anfangen und sich die nächsten Punkte hart erarbeiten. 3. Liga ist mehr als nur 30 bis 40 Minuten auf hohem Level, die Konstanz entscheidet über zwei Stunden Spieldauer. Dazu braucht die Mannschaft die ein oder andere Leistungsträgerin, die pro Spiel „überperformt“, das die Erkenntnisse der letzten drei Partien. Aasee hatte diese Spielerinnen. Die Ex-VCO-Mittelblockerin Rieke Voigt durfte mit ihrem Auftritt ab dem zweiten Satz ebenfalls zufrieden sein.

Die solide agierende VCO-Libera Inga Kaschade zeigte sich nach dem knapp zweistündigen Spiel selbstkritisch. „Ich fand, wir haben zu wenig Druck im Aufschlag gemacht, die Annahme war ganz gut. Aasee hat sich dann ziemlich gut in der Abwehr positioniert und war da sehr aufmerksam. Am Ende hat bei der ein oder anderen bei uns vielleicht die Aggression gefehlt“, erklärte Kaschade, die auf VCO-Seite zum MVP Silber gewählt wurde. „Ich bin sehr traurig und frustriert, weil wir die drei Punkte eingeplant hatten. Das war eigentlich ein Spiel, was wir mit unserer Erfahrung und Qualität gewinnen müssen. Wir müssen halt jedes Mal Vollgas geben und dann nicht nachlassen “

ANNAKER: „HABEN VIEL BESSER ALS LETZTE WOCHE GESPIELT“

Aasees Trainer Kai Annaker zeigte sich auf der anderen Seite nach dem Sieg sehr erleichtert. „Wir hatten keinen guten Saisonstart – Niederlage und ein Kreuzbandriss, und letzte Woche hatten wir auch verloren. Dazu haben wir letzte Saison gegen Osnabrück verloren und auch in der Vorbereitung. Die Anspannung war deshalb extrem groß und die Erleichterung über den Sieg ist jetzt umso größer.“ Annaker sah sein Team formverbessert zu den ersten drei Partien. „Wir haben heute eine gute Leistung gezeigt und haben viel besser als letzte Woche und beim Sieg gegen Paderborn gespielt. Wir steigern uns langsam“, war der Trainer von Blau-Weiß Aasee sehr zufrieden. „Wir haben verstanden, wie der Gegner funktioniert und darauf unsere Maßnahmen ergriffen. Volleyball ist ein Fehlerspiel und in dem Satz, den wir verloren haben, haben wir einige Aufschläge verschlagen und unglückliche Angriffsfehler gehabt, das läppert sich. Danach war es zum Glück wieder andersrum.“

NÄCHSTES SPIEL IN KÖLN

Für die VCO-Damen 1 wartet nun ein Wochenende ohne Spiel, ehe es in 14 Tagen weitergeht. Dann müssen die Osnabrückerinnen beim Spitzenteam FCJ Köln II am Samstag, 20.11., 19 Uhr, antreten. Da dürfte bestimmt eine hochmotivierte VCO-Mannschaft in der Halle stehen.

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