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Was macht eigentlich..., Fatmir Dusinovic?

Was macht eigentlich..., Fatmir Dusinovic?

Hi Fatmir. Echt cool, dass auch du bei unserer neuen Rubrik mitmachst! Wie geht es dir und nutzt du die ganze freie Zeit nach der aktiven Laufbahn sinnvoll?

Sehr gerne und danke, dass du an mich gedacht hast. Mir geht es soweit gut, danke. Nach der Fußballkarriere habe ich mir ein Jahr lang Fußballfrei genommen. So könnte ich freie Wochenenden mit meiner Familie verbringen. Das tat richtig gut.

Ich durfte vor einigen Jahren euer Abschiedsspiel live moderieren. Das war auch für mich ein toller Moment mit soviel Sportgrößen zusammen zu feiern! Den Tag hast du bestimmt auch nicht vergessen, auch wenn er vielleicht ein bisschen traurig war, oder? 

Ja, dass stimmt, und es war tatsächlich ein Tag, den ich nicht vergessen werde. Mit so vielen Fussballgrößen, wie Weltmeister Frank Mill, Ansgar Brinkmann, Andreas Golombek, Roland Maul, Thomas Reichenberger, Joe Enochs, Konstantin "Koka" Engel und viele andere, habe ich nicht gerechnet. Das hat mich persönlich richtig stolz, glücklich und am Ende leider auch traurig gemacht, wo es am Ende auch ein paar Tränchen gab. Trotzdem habe ich den Tag richtig genossen, bis spät in die Nacht. So muss dass sein... 

Du hast ja danach auch einige Zeit die A-Jugend in Melle erfolgreich trainiert. Das hat bestimmt richtig Laune gemacht, die Talente weiter zu verbessern, oder wie hast du es als sehr ehrgeiziger Sportler empfunden?

Richtig.... Ich war 9 Jahre als U19 Trainer beim SC Melle 03 tätig, die teils sehr erfolgreich waren. Wir sind innerhalb von drei Jahren zwei Mal aufgestiegen, von der Kreisliga bis zur Landesliga. Die Zeit habe ich sehr genossen. Es ist einfach schön, mit jungen, ambitionierten und talentierten Spielern zu arbeiten und vor allem ihre Entwicklung zu beobachten. Man versucht natürlich seine Motivationen, den Ehrgeiz  an die Jungs weiterzugeben, das ist klar. Was auch nicht immer funktioniert in ihrem Alter! Nichtsdestotrotz hat jeder der U19 Spieler, die ich trainiert habe, einen besonderen Stellenwert bei mir. Am Ende bin ich froh, für den Verein gespielt zu haben und als Trainer arbeiten zu dürfen.

Aktuell hast du deine erste Trainerstation im Herrenbereich in Bruchmühlen angenommen. Ist der Unterschied zur Jugend tatsächlich so deutlich und kannst du den Herren was von deiner 110% Einstellung auf dem Platz mitgeben?

Seit Sommer bin ich Trainer der ersten Mannschaft beim TuS Bruchmühlen und es macht mir sehr viel Spass. Dort wurde ich herzlich und respektvoll aufgenommen und genieße das Vertrauen der Verantwortlichen, was natürlich für den Verein spricht. Obendrein habe ich eine sehr junge Truppe in Bruchmühlen vorgefunden, mit der es wirklich Spass macht zu arbeiten. Ich bin gespannt, was wir am Ende der Saison noch so mitnehmen können, außer Erfahrung. Der Unterschied zwischen Herren und Jugendfußball ist definitiv da. Das Körperliche macht natürlich den Unterschied und großteils auch das Selbstvertrauen und die Erfahrung. Am Ende ist es auch wichtig, jungen Spieler immer wieder die Chance zu geben, die Erfahrung im Herrenbereich zu sammeln.

Was persönlich nervt dich, wenn du zB. heute Fußball schaust. Egal ob am Platz, oder im TV? Ich spiele dabei ein wenig auf vielleicht ständiges Reklamieren, oder Übergriffe auf den Schiedsrichter und und und an? Was man übrigens von dir auf dem Rasen fast nie erlebt hat!

Punkt 1: Was mich tierisch aufregt, ist der VAR in der ersten und der zweiten Bundesliga, wie er angewendet wird. Es kann doch nicht sein, dass es immer noch keine einheitliche Regelung gibt! Schrecklich. Aber nun ist es so, wie es ist..

Punkt 2: Die ständigen Übergriffe auf die Schiedsrichter in den unteren Klassen. Traurig! Ich möchte hier keinen Persönlich angehen, aber ganz ehrlich, solche Spieler gehören nicht auf den Fußballplatz. Sorry, sowas geht gar nicht... Persönlich habe ich immer versucht, für meine Kinder ein Beispiel und Vorbild zu sein und ich denke, dass es mir über weitere Strecken gut gelungen ist.


Was für Anekdoten mit Mannschaften, oder Spielern und Trainern sind dir besonders in Erinnerung geblieben (wenn du sie überhaupt erzählen darfst). Sachen aus dem Trainingslager kenne ich auch noch einige, da erlebt man auch echt witzige und natürlich Schweißtreibende Sachen, oder du etwa nicht Fatmir?

Die schönste und erfolgreichste Zeit im Fußball hatte ich bei den SF Oesede und beim SC Melle. In Oesede war ich von 1999 bis 2009 und denen habe ich viel zu verdanken. Die Erfolge und die Erfahrung, die ich dort sammeln durfte und vor allem die Spieler, mit denen ich gespielt habe. Vielen Dank SF Oesede... Dirk Gerlich, Jacek Janiak, Fernando Cariero, Uwe Grafe, Dennis Kremer und einige andere haben einen sehr großen Beitrag in meiner Entwicklung dazu beigetragen. So wie Aufstiege und viele packende Hallenturniere . Auch hierfür Vielen Dank...

Das beste Turnier war und bleibt der Hüggel Cup in Hasbergen, eng gefolgt vom Masters. Den Hüggel Cup habe ich, soweit ich zählen kann, 13 mal gewonnen und das Masters 4 mal. Nur mit Oesede und Melle. Das war eine super Zeit, die ich niemals vergessen werde. Hammer!! Die heißen Duelle zwischen Holzhausen (Ingo Menkhaus, Dransmann und Co.), Gaste Hasbergen (Manzei, Ullrich, Molly und Co.), Hagen mit Frank Rethmann und Co., Mega!!!

Der Wechsel nach Melle 2009, war meine Entscheidung um dort die Fussballkarriere zu beenden. In Melle hatte ich ähnliche Zeit wie Oesede. Viele schöne Momente und den Aufstiegs aus Bezirksliga, in die Landesliga. In Melle habe ich einen Trainer erlebt, der nicht nur ein guter Trainer war. Für mich ist er eine Person der den Fussball in den kleinen Fingern hat. Er war mein Mentor, mein Fussballlehrer und hat mir den Fußball aus komplett anderer Sicht gezeigt. Durch ihn habe ich gelernt, Fussball Taktisch zu spielen. Dazu sage ich nur, danke Farhat Dahech dass ich unter dir Spielen durfte.

Was können wir von deiner Trainer Karriere noch so erwarten und wie sind da deine Ziele für die Zukunft? Meinst du, du kannst dir bei der bevorstehenden EM etwas dafür abgucken? 

Ich sehe erstmal zu, den TuS Bruchmühlen aus der Kreisliga A in die Bezirksliga zu führen. Dann sehen wir weiter. Zur Zeit sieht es gut aus und ich hoffe, das es auch so bleibt. Ich arbeite immer sehr akribisch und bin sehr Ehrgeizig und schaue mir gerne mal was ab. Mal schauen was die nächsten Jahren so mit sich bringen.

osnaball bedankt sich bei Fatmir für das Interview und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute!

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